Sehr geehrte Damen und Herren,
der Aufsichtsrat hat während des gesamten Berichtsjahrs die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Wir überwachten die Geschäftsführung der Gesellschaft, berieten den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens und waren in Entscheidungen von grundlegender Bedeutung unmittelbar eingebunden.
Im Rahmen unserer Überwachungs- und Beratungstätigkeit ließen wir uns vom Vorstand regelmäßig, zeitnah und umfassend berichten, und zwar sowohl schriftlich als auch mündlich. Der Vorstand berichtete uns über den Gang der Geschäfte, die wirtschaftliche und die finanzielle Entwicklung sowohl der Allianz Gruppe als auch der Allianz SE. Weitere Hauptpunkte der Berichterstattung waren die Risikosituation und das Risikomanagement, Compliance-Themen sowie die Unternehmensstrategie. Auf der Grundlage der Berichterstattung des Vorstands erörterten wir in den Aufsichtsratssitzungen ausführlich die Geschäftsentwicklung sowie für das Unternehmen wichtige Entscheidungen und Vorgänge. Soweit dies nach Gesetz oder Satzung erforderlich war, hat der Aufsichtsrat nach gründlicher Prüfung Beschluss gefasst. Außerdem befassten wir uns mit der Planung des Vorstands für das Geschäftsjahr 2008 und der mittelfristigen Planung. Wir ließen uns Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen und Zielen darlegen. Die Gründe hierfür hat der Aufsichtsrat aufgrund der Erläuterungen des Vorstands sowie anhand der hierzu vorgelegten Unterlagen nachvollzogen.
Im Geschäftsjahr 2007 trat der Aufsichtsrat insgesamt zu sechs Sitzungen zusammen. Die regulären Sitzungen fanden im März, im Mai, im September und im Dezember statt. Darüber hinaus tagte der Aufsichtsrat zwei weitere Male: Im Januar 2007 trat er zu einer außerordentlichen Sitzung im Zusammenhang mit den Angeboten zum Erwerb der Minderheitenanteile an AGF und der Allianz Lebensversicherungs-AG zusammen. Außerdem gab es eine konstituierende Sitzung im Anschluss an die Neuwahl des Aufsichtsrats durch die ordentliche Hauptversammlung 2007. In der Zeit zwischen den Sitzungen informierte der Vorstand uns laufend schriftlich über wichtige Vorgänge. Der Aufsichtsratsvorsitzende wurde darüber hinaus fortlaufend von wesentlichen Entwicklungen und Entscheidungen in Kenntnis gesetzt.
Sämtliche Vorstandsberichte zur Geschäftslage und alle Referate zu besonderen Themen wurden durch schriftliche Präsentationen und Unterlagen begleitet, die jeweils vor der Sitzung zur Vorbereitung an jedes Aufsichtsratsmitglied geschickt wurden. Gleiches gilt für alle Abschlussunterlagen und Prüfungsberichte des Abschlussprüfers.
Soweit die in diesem Bericht näher dargestellten Geschäftsführungsmaßnahmen aufgrund gesetzlicher, satzungsmäßiger oder geschäftsordnungsmäßiger Anforderungen der Zustimmung des Aufsichtsrats oder eines seiner Ausschüsse bedurften, wurde hierüber Beschluss gefasst. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat keine weiteren Zustimmungsvorbehalte festgelegt.
Krise des US-amerikanischen Immobilien- und Hypothekenmarkts
In den Sitzungen im September und im Dezember 2007 sowie im März 2008 informierten wir uns im Einzelnen über die im Zusammenhang mit der US-amerikanischen Immobilien- und Hypothekenmarktkrise aufgetretenen Störungen der Finanzmärkte und ließen uns vom Vorstand die Auswirkungen auf die Allianz Gruppe und speziell die Dresdner Bank erläutern. Besonderes Augenmerk richteten wir auf die möglichen Auswirkungen der Marktstörung auf die Risikosituation und die Liquiditätsausstattung und erörterten mit dem Vorstand auch die Bewertungsfragen und den aus der Marktstörung abzuleitenden weiteren Handlungsbedarf.
Strategiefragen
Unsere besondere Aufmerksamkeit widmeten wir in der September-Sitzung Fragen der Strategie der Allianz Gruppe. Auf der Grundlage eines ausführlichen Referats des Vorstandsvorsitzenden, Herrn Michael Diekmann, befassten wir uns mit der strategischen Ausrichtung der Allianz Gruppe und der verschiedenen Geschäftsbereiche. Im Anschluss berieten wir mit dem Vorstand die strategischen Herausforderungen und Implikationen für die Allianz Gruppe sowie mögliche Handlungsalternativen. Diese Diskussion setzten wir im Rahmen der Dezember-Sitzung fort.
Versicherungsgeschäft in Deutschland
Zusätzlich zur regelmäßigen Berichterstattung ließen wir uns in der Sitzung im März 2007 im Einzelnen über den Fortgang der Reorganisation des deutschen Versicherungsgeschäfts und die weitere Verwirklichung des neuen Betriebsmodells berichten.
Erwerbsangebot auf Minderheitsanteile an AGF und Allianz Lebensversicherungs-AG
Im Januar und im Februar 2007 befassten wir uns außerhalb der turnusmäßigen Sitzungen in zwei Telefonkonferenzen und einer Sitzung des Ständigen Ausschusses sowie einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung intensiv mit dem Kaufangebot an die Minderheitsaktionäre der französischen Allianz Tochter Assurances Générales de France (AGF). Gleichzeitig erörterten wir die von der Allianz Deutschland AG beschlossene Abgabe eines Übernahmeangebots auf die im Streubesitz befindlichen Aktien der Allianz Lebensversicherungs-AG. Beide Transaktionen wurden vom Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Der Ständige Ausschuss erteilte dem öffentlichen Angebot zum Erwerb von 100 Prozent an der AGF seine Zustimmung. Darüber hinaus stimmte der Ständige Ausschuss dem Beschluss des Vorstands zu, das Genehmigte Kapital 2006/I auszunutzen, um neue Allianz Aktien als Teil der Gegenleistung für den Erwerb der AGF-Aktien anbieten zu können. Im März 2007 befassten wir uns im Aufsichtsratsplenum auf der Grundlage eines Referats des Vorstands erneut ausführlich mit den Kaufangeboten an die Minderheitsaktionäre der AGF und der Allianz Lebensversicherungs-AG und informierten uns in den nachfolgenden Sitzungen über den jeweiligen Stand der Angebote. Während das Ziel, die Minderheitsanteile an der Allianz Lebensversicherungs-AG vollständig zu erwerben, im Geschäftsjahr 2007 noch nicht erreicht wurde, konnte der Erwerb von 100 Prozent der AGF-Aktien durch das Erwerbsangebot und den anschließenden Squeeze-out im Juli 2007 erfolgreich abgeschlossen werden.
Vermögens- und Ertragslage
In allen Aufsichtsratssitzungen des Berichtsjahrs 2007 (mit Ausnahme der außerordentlichen Sitzung im Januar 2007 und der konstituierenden Sitzung im Anschluss an die ordentliche Hauptversammlung) erläuterte uns der Vorstand, wie sich Umsatz und Ergebnis im Konzern entwickelten; ferner ging er auf den Verlauf in den einzelnen Geschäftssegmenten näher ein und berichtete über die Finanzlage. Anschließend wurde hierüber im Aufsichtsrat diskutiert.
Weitere Beratungspunkte
Kontinuierlich wurden wir vom Vorstand über laufende Beteiligungsprojekte informiert. In den Sitzungen im März und im Mai ließen wir uns die Integration der Allianz Aktivitäten auf dem italienischen Markt durch Zusammenführung unserer italienischen Versicherungsgesellschaften Riunione Adriatica di Sicurtà (RAS), Allianz Subalpina und Lloyd Adriatico in der Allianz S.p.A. erläutern. Außerdem verfolgten wir aufgrund der Berichterstattung des Vorstands in der März-Sitzung des Geschäftsjahrs die strukturellen Veränderungen bei der Allianz of America sowie die engere Koordinierung von Allianz Life und Fireman's Fund Insurance Company unter dem Dach der Allianz of America. Regelmäßig ließen wir uns über die Geschäfts- und Finanzlage der Dresdner Bank informieren. In der Sitzung im März 2007 setzten wir uns mit dem Konzept des Integrierten Finanzdienstleisters auseinander und mit der neuen Vertriebsinitiative, die vorsieht, Allianz Agenturen mit angestellten Mitarbeitern der Dresdner Bank (Bankagenturen) einzuführen. Fortlaufend berieten wir mit dem Vorstand den jeweiligen Stand wesentlicher Rechtsstreitigkeiten. In der Sitzung im März 2008 befasste der Aufsichtsrat sich auf der Grundlage eines Referats des Vorstands mit Compliance-Themen. Anhand des schriftlichen und mündlichen Berichts des Vorstands machten wir uns im Einzelnen ein Bild über Aufbau und Organisation der Compliance-Funktion in der Allianz Gruppe. Die Allianz SE hat mit der Allianz Investment Management SE sowie der Allianz Argos 14 GmbH, beide mit Sitz in München, Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge geschlossen. Auf der Grundlage der schriftlichen und der mündlichen Erläuterungen des Vorstands hat der Aufsichtsrat beiden Verträgen die erforderliche Zustimmung erteilt.
Der Beschluss des Vorstands, Mitarbeitern der Allianz Gruppe in 24 Ländern Allianz Aktien zu vergünstigten Bedingungen zum Kauf anzubieten, wurde vom Aufsichtsrat begrüßt. Der Ständige Ausschuss hat der Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2006/II zur Ausgabe der Mitarbeiteraktien zugestimmt.
Corporate Governance und Entsprechenserklärung
Wir waren in die Weiterentwicklung der Corporate-Governance-Standards im Unternehmen eingeschaltet. Vorstand und Aufsichtsrat haben am 20. Dezember 2007 die Entsprechenserklärung nach § 161 Aktiengesetz abgegeben und diese den Aktionären auf der Website der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht. Auch nach der aktuellen Fassung des Kodex vom 14. Juni 2007 befolgt die Allianz SE sämtliche Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex.
In der Dezember-Sitzung überprüften wir die Effizienz der Aufsichtsratstätigkeit. Diese Prüfung erfolgte in Abwesenheit des Vorstands. Wir befassten uns mit der Umsetzung der im Vorjahr beschlossenen Maßnahmen zur Verbesserung der Effektivität und diskutierten weitere Möglichkeiten, die Aufsichtsratsarbeit effizienter zu gestalten.
Weitergehende Erläuterungen zur Corporate Governance in der Allianz Gruppe sind dem von Vorstand und Aufsichtsrat gemeinsam verabschiedeten Bericht auf der Seite
Corporate Governance dieses Geschäftsberichts zu entnehmen. Auch der Internetauftritt der Allianz hält unter
www.allianz.com/cg vertiefende Informationen zur Corporate Governance bereit.
Arbeit der Ausschüsse
Zur besseren Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat den Prüfungsausschuss, den Ständigen Ausschuss, den Personalausschuss, den Risikoausschuss und im Dezember 2007 den Nominierungsausschuss gebildet. Die Ausschüsse bereiten die Behandlung und die Beschlussfassung im Plenum vor. Darüber hinaus sind den Ausschüssen für geeignete Fälle auch eigene Beschlusszuständigkeiten übertragen worden. Einen Vermittlungsausschuss gibt es nicht mehr. Das Mitbestimmungsgesetz, das diesen Ausschuss vorsieht, gilt für die Allianz SE nicht. Die derzeitige Zusammensetzung der Ausschüsse ist in der folgenden Aufstellung enthalten.
Ausschüsse des Aufsichtsrats der Allianz SE
Stand: 31. Dezember 2007
Vorsitzender des AufsichtsratsDr. Henning Schulte-Noelle
Stellvertretende VorsitzendeDr. Gerhard Cromme
Claudia Eggert-Lehmann
PrüfungsausschussDr. Gerhard Cromme (Vorsitzender) (bis 18. März 2008)
Dr. Franz B. Humer (Vorsitzender) (seit 18. März 2008)
Dr. Wulf H. Bernotat
Igor Landau
Jean-Jacques Cette
Jörg Reinbrecht
NominierungsausschussDr. Henning Schulte-Noelle (Vorsitzender)
Dr. Gerhard Cromme
Dr. Franz B. Humer
PersonalausschussDr. Henning Schulte-Noelle (Vorsitzender)
Dr. Gerhard Cromme
Claudia Eggert-Lehmann
RisikoausschussDr. Henning Schulte-Noelle (Vorsitzender)
Dr. Wulf H. Bernotat
Prof. Dr. Renate Köcher
Godfrey Robert Hayward
Peter Kossubek
Ständiger AusschussDr. Henning Schulte-Noelle (Vorsitzender)
Dr. Gerhard Cromme
Dr. Franz B. Humer
Claudia Eggert-Lehmann
Rolf Zimmermann
Im Berichtsjahr 2007 befasste sich der Ständige Ausschuss in vier Sitzungen und drei Telefonkonferenzen vor allem mit den Angeboten an die außenstehenden Aktionäre der AGF und der Allianz Lebensversicherungs-AG, mit Corporate-Governance-Fragen, der Vorbereitung der ordentlichen Hauptversammlung, dem Mitarbeiteraktienkaufprogramm und der Effizienzprüfung des Aufsichtsrats. Während des Geschäftsjahrs waren zu folgenden Vorgängen Zustimmungsbeschlüsse zu fassen: Abgabe des Erwerbsangebots an die Minderheitsaktionäre der AGF, Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2006/I zur Schaffung der als Gegenleistung angebotenen Aktien und Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2006/II zur Ausgabe von Mitarbeiteraktien.
Der Personalausschuss tagte viermal. Behandelt wurden Personalangelegenheiten sowie Struktur und Höhe der Vorstandsvergütung. In diesem Zusammenhang befasste der Personalausschuss sich auch mit der neuen Anregung des Deutschen Corporate Governance Kodex zur Begrenzung von Abfindungszahlungen bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit und fasste den Beschluss, diese Anregung zu befolgen.
Der Prüfungsausschuss hielt im Geschäftsjahr 2007 fünf Sitzungen und eine Telefonkonferenz ab. Die Sitzungen fanden im Februar, im März, im Mai, im August und im November, die Telefonkonferenz im Juni 2007 statt. Der Ausschuss erörterte in Gegenwart des Abschlussprüfers die Jahresabschlüsse der Allianz SE und des Konzerns, die Lageberichte, die Prüfungsberichte sowie den US-amerikanischen Geschäftsbericht "Form 20-F". Ferner prüfte er den Halbjahresfinanzbericht und die übrigen Quartalsabschlüsse und besprach im Beisein des Abschlussprüfers deren prüferische Durchsicht. Der Prüfungsausschuss hat im Rahmen seiner Prüfungen keinen Anlass für Beanstandungen gesehen. Weiterhin befasste sich der Ausschuss mit der Erteilung der Prüfungsaufträge und der Festlegung der Prüfungsschwerpunkte sowie Fragen des internen Kontrollsystems und der Erfüllung der Anforderungen nach Section 404 des Sarbanes-Oxley Act. Des Weiteren wurde die Vergabe von Aufträgen für nicht prüfungsbezogene Dienstleistungen an den Abschlussprüfer besprochen. Laufend ließ der Ausschuss sich von den Leitern der Abteilung Group Audit und der Compliance-Abteilung über Revisions- und Compliance-Themen berichten. Im Februar 2007 und im Februar 2008 ließ sich das Gremium durch den Leiter der Abteilung Group Audit zusammenfassende Berichte zu wesentlichen Revisionsergebnissen des jeweils letzten Geschäftsjahres erstatten. Ebenfalls in diesen Sitzungen erhielt der Ausschuss einen Bericht des Chefsyndikus über wesentliche Rechtsstreitigkeiten. In der Sitzung im November ließ der Ausschuss sich den Prüfungsplan von Group Audit für das Jahr 2008 vorstellen.
Der Risikoausschuss hielt im Jahr 2007 zwei Sitzungen ab. In der konstituierenden Sitzung im März verabschiedete er zunächst eine Geschäftsordnung und verständigte sich über Inhalte und Arbeitsweise des Ausschusses. Anhand eines Referats des Vorstands informierte er sich anschließend im Einzelnen über Aufbau, Organisation und Funktionsweise des Risikomanagement- und Risikokontrollsystems der Allianz. Gegenstand der September-Sitzung waren die Risikostrategie der Allianz sowie Risiken und Auswirkungen der von der US-amerikanischen Immobilien- und Hypothekenmarktkrise ausgelösten Finanzmarktstörung, die wir anhand ausführlicher schriftlicher und mündlicher Informationen des Vorstands prüften. In jeder Sitzung des Ausschusses ließen wir uns vom Vorstand die aktuelle Risikosituation darlegen. Die speziell risikobezogenen Aussagen im Jahres- und Konzernabschluss sowie in den Lageberichten unterzogen wir einer Vorprüfung und informierten den Prüfungsausschuss über deren Ergebnis.
Der neu gebildete Nominierungsausschuss hat im Geschäftsjahr noch nicht getagt. Mit seiner Einrichtung folgt die Allianz SE der neuen Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex, einen solchen Ausschuss einzurichten (Ziffer 5.3.3 des Kodex). Der Nominierungsausschuss setzt sich aus dem Aufsichtsratsvorsitzenden und zwei weiteren, von der Anteilseignerseite zu wählenden Anteilseignervertretern zusammen. Aufgabe des Ausschusses ist es, Anforderungsprofile für Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat zu erarbeiten, geeignete Kandidaten für die Wahl von Anteilseignervertretern in den Aufsichtsrat zu suchen und dem Aufsichtsrat geeignete Aufsichtsratskandidaten für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung vorzuschlagen.
Über die Arbeit der Ausschüsse ist der Aufsichtsrat regelmäßig umfassend unterrichtet worden.
Jahres- und Konzernabschlussprüfung
Aufgrund einer Sonderregelung für Versicherungsunternehmen (§ 341 k Absatz 2 Handelsgesetzbuch) werden der Abschlussprüfer und der Prüfer für die prüferische Durchsicht des Halbjahresfinanzberichts bei uns durch den Aufsichtsrat und nicht durch die Hauptversammlung bestellt. Zum Abschlussprüfer für den Jahres- und Konzernabschluss sowie für die prüferische Durchsicht des Halbjahresfinanzberichts hat der Aufsichtsrat die KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München bestellt. KPMG hat die Jahresabschlüsse der Allianz SE und des Konzerns sowie die entsprechenden Lageberichte geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Konzernabschluss wurde nach den internationalen Rechnungslegungsstandards, insbesondere den International Accounting Standards (IAS) sowie den International Financial Reporting Standards (IFRS), aufgestellt. Ebenfalls wurden der Halbjahresfinanzbericht und die übrigen Quartalsabschlüsse durch KPMG einer prüferischen Durchsicht unterzogen.
Die Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte der KPMG für das Geschäftsjahr 2007 wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugeleitet. Im Prüfungsausschuss wurden am 20. Februar 2008 auf vorläufiger Basis die Abschlüsse und die Prüfungsergebnisse der KPMG erörtert. Über die fertiggestellten Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte der KPMG wurde im Prüfungsausschuss in der Sitzung vom 17. März 2008 und im Aufsichtsratsplenum in der Sitzung am 18. März 2008 beraten. An diesen Erörterungen nahmen die Abschlussprüfer jeweils teil. Sie legten die wesentlichen Ergebnisse der Prüfungen dar und standen für Fragen und ergänzende Auskünfte zur Verfügung.
Aufgrund eigener Prüfung des Jahres- und des Konzernabschlusses, des Lageberichts und des Konzernlageberichts sowie des Gewinnverwendungsvorschlags haben wir keine Einwendungen erhoben und dem Ergebnis der KPMG-Abschlussprüfung zugestimmt. Den vom Vorstand aufgestellten Jahres- und den Konzernabschluss haben wir gebilligt; der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands schließen wir uns an.
Besetzung von Aufsichtsrat und Vorstand
Die Amtszeit des ersten Aufsichtsrats der Allianz SE endete mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung der Allianz SE am 2. Mai 2007. Der Aufsichtsrat war daher von der Hauptversammlung neu zu wählen. Die sechs Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat waren auf Vorschlag der Arbeitnehmerseite zu bestellen, wobei die Hauptversammlung gemäß der Satzungsregelung an die von den Arbeitnehmern übermittelten Vorschläge gebunden war. Das Aufsichtsratsmandat von Frau Margit Schoffer endete mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung am 2. Mai 2007. Wir haben Frau Schoffer für ihre wertvolle Mitarbeit in unserem Gremium gedankt. Zu ihrem Nachfolger wählte die Hauptversammlung am 2. Mai 2007 Herrn Peter Kossubek. Im Übrigen bestätigte die Hauptversammlung die Mitglieder des ersten Aufsichtsrats in ihrem Amt. Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat der Allianz SE sind Frau Prof. Dr. Renate Köcher und die Herren Dr. Wulf H. Bernotat, Dr. Gerhard Cromme, Dr. Franz B. Humer, Igor Landau und Dr. Henning Schulte-Noelle. Die Arbeitnehmerseite setzt sich aus Frau Claudia Eggert-Lehmann sowie den Herren Jean-Jacques Cette, Godfrey Robert Hayward, Peter Kossubek, Jörg Reinbrecht und Rolf Zimmermann zusammen. Entsprechend der Sitzverteilung nach der Vereinbarung über die Beteiligung der Arbeitnehmer in der Allianz SE vom 20. September 2006 wurden auf Arbeitnehmerseite wieder vier Vertreter aus Deutschland und mit den Herren Cette und Hayward je ein Vertreter aus Frankreich und Großbritannien gewählt. Die laufende Amtszeit des Aufsichtsrats endet mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2012.
Der neu gewählte Aufsichtsrat hat Herrn Dr. Henning Schulte-Noelle zum Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. Zu stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats wurden Herr Dr. Gerhard Cromme auf Vorschlag der Anteilseignervertreter und Frau Claudia Eggert-Lehmann auf Vorschlag der Arbeitnehmervertreter gewählt.
Herr Jan R. Carendi schied mit Ablauf seiner Mandatszeit Ende 2007 aus dem Vorstand aus. Der Aufsichtsrat hat Herrn Carendi für seine erfolgreiche Arbeit für die Allianz Gruppe gedankt. Mit Wirkung zum 1. Januar 2008 hat der Aufsichtsrat Herrn Oliver Bäte in den Vorstand berufen. Herr Bäte hat die neu geschaffene Position des Chief Operating Officer übernommen und ist in dieser Funktion im Vorstand zuständig für das Operational Transformation Program und den Bereich des Chief Administrative Officer der Allianz SE Holding. Im Zusammenhang mit diesen Änderungen hat der Vorstand zudem die Geschäftsverteilung dahin geändert, dass Herr Dr. Gerhard Rupprecht die Zuständigkeit für die Schweiz und Österreich dazuerhält, Herr Enrico Cucchiani künftig zusätzlich den Versicherungsmarkt Südamerika verantwortet, der Bereich von Herrn Dr. Werner Zedelius um den Mittleren Osten und Nordafrika erweitert wird und Herr Clement B. Booth über seine bisherigen Aufgaben hinaus auch die Verantwortung für die NAFTA-Märkte wahrnimmt. Außerdem wurden das Projekt Global Life bei Herrn Jean-Philippe Thierry und die Customer-Focus-Initiative bei Herrn Dr. Zedelius angesiedelt. Der Vorstand hat uns im Einzelnen über die geänderten Ressorts informiert.
Der Aufsichtsrat dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Allianz Gruppengesellschaften für ihren großen persönlichen Einsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr.
München, den 18. März 2008
Für den Aufsichtsrat:

Dr. Henning Schulte-Noelle
Vorsitzender